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Hi Chris,

A little bio. is available here :

http://www.google.fr/books?id=5bA5AAAAMAAJ...burg&pgis=1

No mentions of decorations, but some interesting details.

The "Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog" mentions the non-combattant EKII :

Frommel, D. Emil,

K?niglich Preussischer Oberkonsistorialrath und Hofprediger, geboren am 5. Januar 1828 zu Karlsruhe im Grossherzogthume Baden, entstammte einer K?nstlerfamilie und war trotz seiner vorstehend genannten Titel und W?rden ein rechter und echter Soldatenpastor. Aus einem Hause hervorgegangen, in dem neben der Malerei, welche der Vater, der Galleriedirektor war, betrieb, auch Musik und Wissenschaft eine verst?ndnissvolle Pflege fanden, von seiner Mutter mit tiefem religi?sen Gef?hle ausgestattet, ward er im Jahre 1850 nach vollendeten Universit?tsstudien Vikarius zu Altlussheim, einem zwischen Heidelberg und Speier am Rheine belegenen Dorfe. Hier stand der junge, hochgebildete und ?sthetisch veranlagte, religi?s geweckte Professorensohn einem alten stockrationalistisch gesinnten Landpfarrer zur Seite und sandig erschien ihm vielfach die geistliche Berufsarbeit, welche er zu verrichten hatte, aber sie schuf ihm Verst?ndniss f?r die Herzen einfacher Menschen und legte den Grund zu der edelen Volksth?mlich- keit, welche sp?ter den gefeierten Redner auszeichnete. Hier verheiratete er sich im Jahre 1853 mit Amalie Bahr, der ihn ?berlebenden Mutter von zwei S?hnen und drei T?chtern. Auch in Karlsruhe, wohin er 1859 als Vikarius und Stadtpfarrer ?bersiedelte, ward ihm das Leben durch seine freigeistigen Amtsbr?der vielfach schwer gemacht, doch seine Kirche war bald, trotz der dem Besuche seiner Predigten anfangs wenig g?nstigen Nachmittagsstunde, ?berf?llt. Indessen dankte er Gott, als nach zehn Jahren ein Ruf der lutherischen Gemeinde zu Barmen im Wupperthale an ihn erging und bis 1869 hat er hier eine h?chst segensreiche Wirksamkeit entfaltet, ein arbeitsvolles, ihm jedoch sehr zusagendes Leben gef?hrt. Als er einen Kirchenbau beantragte, wurden ihm nicht nur die Gelder bereitwillig zur Verf?gung gestellt, sondern es wurde ihm auch die Ausf?hrung ?bertragen, denn, wie ?berall wohin er kam, eroberte er die Herzen im Sturme. Da erfolgte seine Berufung als Garnisonprediger nach Berlin, zu welcher K?nig Wilhelm's I. Tochter, die Grossherzogin Louise von Baden, die Anregung gegeben hatte. Nurz?gernd sagte er zu, aber es geschah Alles, um ihm den Vorschlag annehmbar erscheinen zu lassen, auch die Probepredigt blieb ihm erspart. "Der K?nig kaufte die Katze im Sack", sagte F. selbst hinterher. ? Kaum hatte er sich eingelebt, so kam der Krieg gegen Frankreich. Seine Stellung h?tte ihn bestimmt zur?ckzubleiben, aber er drang in den Feldprobst Thielen, ihn hinauszusenden und bald stand er mit der Garde-Landwehr-Division vor Strassburg. Als Feld-Divisionsprediger bei der Armeeabteilung des Generals von Werder hat er sodann den Krieg im S?dosten von Frankreich mitgemacht und mit dem Eisernen Kreuze 2. Klasse am weissen Bande geschm?ckt ist er nach Friedensschlusse heimgekehrt. Volle f?nfundzwanzig Jahre hat er alsdann noch seines Amtes als Garnisonpfarrer von Berlin gewaltet und, als er ging, trauerte eine grosse Gemeinde, die weit ?ber den ihm angewiesenen Sprengel hinaus ihm zugewachsen war, denn, wer ihn einmal kennen gelernt hatte, wollte in Verbindung mit ihm treten oder bleiben.

Einen h?heren Wirkungskreis verschmahte er. Als nach des Feldprobst Thielen Tode Kaiser Wilhelm I. ihn zu dessen Nachfolger zu machen gedachte, lehnte F. ab: "Lassen Euere Majestat mich bei meinen blauen Jungens, ich tauge nicht f?r den gr?nen Tisch", bat er und in der That hasste er die Akten und die Arbeiten des Gesch?ftszimmers. ? Dagegen liebte er eine andere Art von schreibender Th?tigkeit. Es war die, welche ihn zu einem der beliebtesten und gelesensten Volksschriftsteller der Gegenwart gemacht hat, und eine grosse Zahl von B?chern ist aus ihr hervorgegangen.

Die Geschichten, die er erz?hlt, die Begebenheiten, von denen er berichtet, die Pers?nlichkeiten, welche er schildert, sind meist sehr einfacher Art, aber was er schreibt, ?bt einen eigenartigen Reiz. Jedem Gegenstande, jeder Gegend, jedem Menschen oder Thiere weiss er besondere Seiten abzugewinnen und mit Meisterhand zeichnet seine Feder Alles, womit sie sich besch?ftigt; F. wirkt nicht nur unterhaltend, sondern auch veredelend und l?uternd, bildend und erhebend. Sein grosser G?nner war Raiser Wilhelm I., welcher ihn vielfach in seinem pers?nlichen Verkehr zog und ihn w?hrend seiner

sp?teren Lebensjahre sechszehn Sommer hindurch mit nach Wildbad-Gastein nahm, wenn er dort die B?der gebrauchte, und das Vertrauen, welches Jener ?f?r den F. in seinem Herzen ein ganz besonderes K?mmerchen hatte?, ihm schenkte, ging auf dessen Grosssohn ?ber, so dass Kaiser Wilhelm II., nachdem R?cksicht auf fortgeschrittenes Lebensalter und angegriffene Gesundheit F. veranlasst hatten zu Ostern 1896 in den Ruhestand zu treten, diesen seinen ?lteren S?hnen, welche nach Pl?n in Holstein gesandt wurden, um mit den Z?glingen des dortigen Kadettenhauses erzogen zu werden, und sich gleichzeitig auf die Konfirmation vorzubereiten hatten, als ihren Religionslehrer mitgab.

Aber nicht lange war ihm verg?nnt, als solcher zu wirken. Schon am 9. November 1896 ist er dort an einem inneren Leiden, welches ihn bereits zum R?cktritte von Amte bewogen hatte, gestorben. Ritterlich, freim?thig Hochstehenden

gegen?ber, leutselig und freundlich gegen den gemeinen Mann, voll sprudelnden Humors ?bei schlechtem Wetter?, voll herzlicher Theilnahme bei Kranken und Traurigen ? so kennzeichnet ihn in dem unten genannten Nachrufe sein Nachfolger, der Garnisonprediger Goens.

Ein Kranz auf Emil Frommel's (irab von Feldprobst D. Richter, Berlin 1897. ? Nachruf im Milit?r-Wochenblatte Nr. 1Ol, Berlin 1896. B. Poten.

Cheers,

Jerome

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And now I can place the name, face, and history behind this photo I got a long time ago. It was of an unknown priest with IC2. I knew it was an 1870 non-combatant award, but there was no name for the priest. Now with the information above, and the history of where the photo was taken, I present a photo of Pastor Emil Frommel. The photo was taken in Strasbourg, where Frommel took part in the siege. He was also the first pastor to give a sermon in Strasbourg's cathedrial after the battle.

Edited by Chris Liontas
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Superb portrait - very expressive :jumping: !

As an illustration, here are two CDVs showing Strassburg "Am dritten Tage nach der Capitulation !".

That makes it November 14th, 1870 ; you can see the Cathedral to the right of the first one - maybe Frommel was inside when the photo was shot ?

France_CDV_1870_KSP16_Strassburg.jpg

France_CDV_1870_KSP20_Strassburg.jpg

(From the "Ansichten des Kriegschauplatzes" series, by Friedr. Bruckmann's Verlag, M?nchen & Berlin ; these are #16 and 20).

Cheers,

Jerome

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    • As a theology student my professor, a much published former Naval chaplain, set us an essay, saying that if we could answer that successfully we would be guaranteed  a good degree "Which of the gospel writers was the biggest liar, discuss."   I got a good mark, but  don't want to be burned for heresy.   P
    • As my father used to say: "Tain't so much Pappy's a liar - he just remembers big."  
    • Brian: First, let me say that I always enjoy reading your blog and your "spot on" comments.  Another fine topic with such a broad expansion into so many different facets.  I had watched this a week or two ago and when reading your blog, it reminded me of this great quote.   There is a great video on the origins of "Who was Murphy in Murphy's Law"   Anyway, about mid way through this video, there is this great quote and I think it sums it up quite well to your statem
    • I've received word from the Curator that she has permission to re-open this summer.   We're already making plans for a November event at the Museum.   Michael
    • I recall I did the same on hot days at Old Fort York back in 1973-74 - wool uniforms, and at 90F they would let you take your backpack off.   Michael
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